"Die Entscheidung verändert mein Leben"
Martina Grote (teleschau - der mediendienst)(tsch)
Liebe Fans, die Taschentücher könnt Ihr wegpacken. Bald gibt es einen neuen Mann im "Forsthaus Falkenau", der Christian Wolffs Ausscheiden aus der Serie vergessen machen soll: Hardy Krüger Jr. wird der neue Förster in Küblach. "Wir konnten unsere absolute Wunschbesetzung verpflichten", sagt Dirk Rademacher, der verantwortliche Redakteur, und freut sich offensichtlich über seinen Fang, den er für "absolut authentisch" hält. Ehe der amtierende Förster geht, wird er im November die Dreharbeiten zur 17. Staffel beenden. Krüger nimmt die Flinte dann im April in die Hand. Die ersten Folgen mit dem 37-jährigen Nachfolger sind erst ab Herbst 2007 zu sehen.
ZDF / Thomas R. Schumann
Hardy Krüger Jr. freut sich auf seinen Einsatz im "Forsthaus Falkenau".
Monatelang hatte das ZDF-Team darüber gebrütet, wie die beliebte Freitagabend-Serie auch ohne Christian Wolff am Leben erhalten werden könnte. Der 67-jährige Schauspieler, der seit fast 18 Jahren den Förster Martin Rombach gibt, wollte nach einem Herzinfarkt vor einem Jahr kürzer treten. Doch die Programmplanung sieht für den Sendeplatz am Freitagabend, 19.25 Uhr, inklusive Wiederholungen jährlich jeweils 26 Folgen der Serien "Forsthaus Falkenau" und "Der Landarzt" vor. Also musste ein neuer Waldhüter gefunden werden, der das Pensum bewältigen kann. "Und da fiel uns sofort Hardy Krüger Jr. ein", erklärt Dirk Rademacher. "Wir sind davon überzeugt, dass er aufgrund seines Äußeren und seiner Naturverbundenheit absolut authentisch wirkt, denn das ist es, was die Zuschauer an der Serie am meisten schätzen."
Dass besagter Jungförster (Krüger Jr. ist am Freitag, 10. Juni, in "Die Schokoladenkönigin" im Ersten zu sehen) allerdings sofort "Ja" gesagt haben soll, will dieser so nicht bestätigen: "Mein Agent rief mich an und erzählte mir von dem Angebot. Ich fühlte mich geehrt, musste aber erst ein paar Nächte darüber schlafen. Es war eine große Entscheidung, sie verändert mein Leben"
Allerdings muss ich zugeben, dass mir die Produktion es leicht gemacht hat, mich fuer die Serie zu entscheiden. Ich dachte mir, wenn ich es schaffe den "Crocodile Dundee" in den Bayrischen - Wald zu bekommen, dann mache ich die Serie.
Wie er da am Tisch des rustikalen Münchner Restaurants sitzt, die Ärmel des roten Holzfällerhemds hochgekrempelt, seinen Hund zwischen den Knien, kommt er der Vorstellung eines Forstwirts fürwahr ziemlich nahe, fast so nahe wie Christian Wolff.
"Ich bin ein Naturbursche und habe nun die Möglichkeit, unweit an meinem eigenen Leben zu spielen", sagt Krüger denn auch. "Die Berge und den Wald brauche ich einfach, denn dort sammle ich meine Inspiration. In Zukunft habe ich den Wald direkt vor der Tür, das ist praktisch." Auf die Frage, wie lange er im Forsthaus walten möchte, gibt er sich zugeknöpft: "Ich weiß ja noch nicht einmal, was morgen ist." Sicherlich bedarf es keiner 18 Jahre, um auf der Straße mit seinem Seriennamen angesprochen zu werden wie Christian Wolff ("dann haben die Leute wenigstens vor dem Fernseher gesessen"). Angst davor, in der Forsthaus-Schublade zu verschwinden, hat Krüger nicht: "Ich habe mich nie in eine Schublade zwängen lassen, und ich erlaube es auch jetzt nicht. Dem Theater bleibe ich treu." |