Ein Ranger im Revier oder der lange Weg zurück: |
|
|
Stefan Leitner ist der neue Förster im "Forsthaus Falkenau". Mit ihm geht ein frischer Wind durch die Serie. Stefan Leitner wird mit der heutigen Wirklichkeit konfrontiert, aus der die Serie ihre Geschichten bezieht. Er ist Teil dieser Wirklichkeit, die nicht einfach und überschaubar ist und keine klaren Antworten parat hat. Aber er versucht, sich in dieser Welt zurecht zu finden und seinen Weg zu gehen. Die neuen Folgen von "Forsthaus Falkenau" geleiten Stefan Leitner auf diesem langen Weg, der ihn aus Kanada, wo er als Ranger gearbeitet hat, zurück in seine alte Heimant und das Revier von Küblach führt. Damit wird der vielfach zitierte Heimat-Begriff in der neuen "Forsthaus"-Staffel aufgegriffen und auf moderne Weise interpretiert.
In der Heimat von Stefan Leitner hat sich viel verändert. Besonders die Forstreform bricht alte Strukturen auf und zwingt die Menschen umzudenken. Diese neue Situation entspricht der ganz normalen Welt des Bayrischen Waldes und der Serie "Forsthaus Falkenau". Zugegeben von einer seiner besten Seite und mit dem allerschönsten Wetter unter weißblauem Himmel. Aber eben mit Menschen und ihren Konflikten, die jeder nachvollziehen kann und die in einer Welt leben, in der die Forstreform Tatsache ist. Eine Welt in der das Geld nicht vom Himmel regnet, in der fast erwachsene Töchter sich verlieben und eine 5 in Mathe schreiben und in der ein Vater und Förster nicht immer weiß, was zu machen ist.
Stefan Leitner wurde zwar in Küblch geboren und hat in Deutschland Forstwirtschaft studiert, doch nach knapp 20 Jahren als Ranger in Kanada ist er nicht merh automatisch Teil seiner alten und neu entdeckten Heimat. Es braucht seine Zeit , um das Vertrauen der Küblacher wieder zu gewinnen. Und Stefan muss hart dafür kämpfen. Aber am ende dieser Staffel wird er als Mensch und Förster anerkannt, abwohl er nicht alles weiß und eine Menge Fehler macht. Vielleicht auch gerade deswegen nehmen ihn die alten Bekannten der Serie in ihre Mitte !
Doch beweisen muss sich Stefan Leitner nicht nur vor den alteingesessenen Küblachern. Zum einen ist da seine 15 jährige Tochter Jenny, die ihn fast täglich an den Rand des Wahnsinns treibt und die er dennoch abgöttisch liebt. Und zum anderen taucht sein Vater Wolfgang auf ,der ihm kurzerhand aus Kanada gefolgt ist. Dass Wolfgang seiner Enkelin im Chaos stiften zumindest ebenbürtig ist, wird für Stefan zur Doppelbelastung und für die Zuschauer äußerst amüsant. Denn mit dieser Konstellation wird "Forsthaus Falkenau" zu einer Serie, die vor allem die Probleme, Sorgen und Nöte einer Familie ernst nimmt, aber sie dennoch mit leichter Hand erzählt.
Zu dieser Leichtigkeit gehört ganz sicher auch , dass sich der neue Förster in die junge Ärztin Sonja Schwanthaler verliebt. Sonja ist jedoch nicht die strahlende Göttin in Weiß, die durch den Bayrischen Wald rauscht. Sie ist eine allein erziehende Mutter zweier Kinder, die versucht, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Im laufe der Staffel wird es Momente geben, an denen Sonja fast zerbricht. Aber genau in diesen Augenblicken wird Stefan Leitner ihr zur Seite stehen. Die beiden stürzen sich nicht Hals über Kopf in eine neue Beziehung. Es ist die Annäherung zweier Menschen, deren Narben und Verletzungen aus vorhergehenden Beziehungen gerade dabei sind zu verheilen. Am Ende dieser Staffel werden wir die Geburt einer neuen Familie erleben, wie sie das Leben heute tausendfach schreibt. Manche nennen das "Patchwork-Family" , im Forsthaus aber ist es eine "ganz normale Familie".
Die Serie erzählt von dem täglichen Experiment der Protagonisten, mit sich, ihren Freunden und Verwandten, ihren Nachbarn und Kollegen, ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt bestmöglich auszukommen. Die Wege zum Erfolg dieses Versuchs sind verschieden. Aber "Forsthaus Falkenau" spielt die Möglichkeiten durch und will seinen Zuschauern auf unterhaltsame und humorvolle Weise Mut machen, es auch zu versuchen. Es lohnt sich.
|