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Besuch bei Mr. Green

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Ein Lehrstück für Toleranz und Akzeptanz Altmeister Alexander May und Publikumsliebling Hardy Krüger jr. stehen mit einem Schauspiel von Jeff Baron auf der Bühne. 

mr_green_350x295Ein junger Mann wird von einem New Yorker Richter als Strafe für einen von ihm verschuldeten Verkehrsunfall dazu verdonnert, beim Opfer eine Art Sozialdienst abzuleisten. Das gestaltet sich gar nicht so leicht, denn Mr. Green, dargestellt von dem Bundesfilmpreis- und INTHEGA-Preis-Träger Alexander May, der vereinsamt und verwahrlost in seiner Wohnung haust, begegnet ihm zunächst mit Misstrauen und Angst. Erst allmählich gelingt es Ross Gardiner, dargestellt von Hardy Krüger jr., die Barrieren zu überwinden, Mr. Green`s Wohnung aufzuräumen und auch sein Leben in Ordnung zu bringen. Wie ein vom Himmel geschickter Engel hilft er ihm bei der unabgeschlossenen Trauerarbeit – Mr. Green ist schon seit längerem verwitwet – und bringt ihn schließlich auch dazu, sich mit seiner vor Jahrzehnten verstoßenen Tochter auszusöhnen. Dazu sind Toleranz und Verständnis vonnöten, was dem grauen Starrkopf besonders schwer fällt.

Im zweiten Akt geht es „melodramatisch“ zu, werden doch Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen und „Andersartigen“, wie Mr. Green`s Tochter eine ist (dabei hat sie nur studiert und einen Italiener geheiratet!), in eins gesetzt. Aber es geht um die allgemeine Botschaft: Verständigung und gegenseitige Akzeptanz sind möglich, auch wenn manchmal mit schmerzlichen Lernprozessen – Ross Gardiner inbegriffen, der sich in seiner Eigenart selbst zu akzeptieren lernt – verbunden. 

 
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