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UNICEF Geschäftsbericht 2006/2007

 

Ich möchte Euch einen kleinen Überblick darüber verschaffen, was Unicef in letztem Jahr erreicht und bewegt  hat.

 

Dank der großen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung konnte das Deutsche Komitee für UNICEF im  vergangenen Jahr Einnahmen von insgesamt 97,3 Millionen Euro erzielen. Weit mehr als eine Million Menschen haben UNICEF als Fördermitglieder, Spender und Grußkartenverkäufer unterstützt. Besonders erfreulich ist die gute Entwicklung bei den Fördermitgliedern. Ihre Zahl wuchs weiter  auf mittlerweile 196.000, dazu kamen 650.000 Einzelspenden.

 

Anlässlich des G8 – Gipfels in Deutschland hat UNICEF alle Staaten – auch die G8 – dazu aufgefordert, ihre Versprechen einzulösen und die Millenniumsziele der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Armut zu verwirkliche. „Wachstum und Verantwortung“ war das Leitmotiv der deutschen G8 – Präsidentschaft. Doch während die Wirtschaft boomt, leben weltweit rund eine Milliarde Kinder in Armut. Jedes zweite  Kind südlichen Afrika geht nicht zur Schule und hat kaum eine Chance, zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung seines Landes beizutragen.

 

Die ehrenamtlichen UNICEF -  Arbeitsgruppen haben die G8 und die anderen Staaten mit vielen Aktionen dazu aufgefordert, ihre Verpflichtungen einzulösen. Das Wirtschaftswachstum ist in vielen Schwellenländern und Entwicklungsländern da, aber die Ärmsten  profitieren davon kaum. Deshalb müssen die Regierungen immer wieder an ihre Verantwortung erinnert werden, menschenwürdige Lebensbedingungen für alle zu schaffen. Die Einhaltung der Millenniumsziele ist der Maßstab für die Glaubwürdigkeit der Regierungen. Bereits im Jahr 2000 haben sich die G8 wie alle Regierungen der Welt auf die Millenniumsziele verständigt – darunter die zentralen Versprechen, bis 2015 Schulbildung für alle Kinder zu ermöglichen und die Kindersterblichkeit um zwei Drittel zu senken.

Schulbildung für alle Kinder ist das strategisch wichtigste Ziel, um die anderen Entwicklungsziele zu erreichen. Dieses Ziel ist erreichbar. Dir Regierungen – in den Entwicklungsländern wie in den reichen Industrieländern – haben es in der Hand, jedem Kind einen Platz in der Schule zu verschaffen, wenn sie nur wollen. Bildung ist das wichtigste Kapital für die Zukunft der Welt. Keine andere Investition ist so erfolgreich und wirkt so langfristig.

 

Neben der praktischen Hilfe für Kinder in Not wird diese politische Arbeit für die Kinderrechte immer wichtiger. Die Verbindung von Projektarbeit und politischem Engagement in einem globalen Maßstab prägt die Arbeit von UNICEF in über 150 Ländern. Sie wäre nicht möglich ohne die großen Unterstützungen der tausend UNICEF – Freiwilligen, der vielen Spender und Partner. Dafür danken wir Ihnen herzlich.

 

 

 

Einzelne Projekte von UNICEF im Überblick:

 

Projekt: “Wasser ist Leben“

 

Verschmutztes Wasser bleibt für Kinder in Entwicklungsländern die Gesundheitsgefahr Nummer eins. Jedes Jahr sterben etwa  1,5 Millionen Jungen und Mädchen unter fünf Jahren an den Folgen. Mit Brunnen und robusten Handpumpen hilft UNICEF, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser zu verbessern.

Weltweit haben aber immer noch über 1,1 Milliarden Menschen kein sauberes oder zu wenig Trinkwasser. In Ländern wie Äthiopien müssen viele Familien ihr Wasser aus offenen Tümpeln holen. Oft gibt es keine Toiletten oder eine Abwasserentsorgung, so dass gerade die Kleinkinder Durchfallerkrankungen und Infektionen wie Cholera bedroht sind. Fast 90 Prozent aller Durchfallerkrankungen werden durch verschmutztes Wasser und fehlende Hygiene verursacht.

Mit den Millenniums-Entwicklungszielen hat sich die Völkergemeinschaft eine ehrgeizige Aufgabe gestellt. Bis 2015 soll der Anteil der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser halbiert werden.

 

Projekt: „Starke Frauen, starke Kinder“

 

Die weibliche Hälfte der Menschheit wird bis heute in den meisten Regionen der Welt benachteiligt. Wenn die Menschenrechte  von Mädchen und Frauen nicht gestärkt werden, wird es keine Grundlegenden Veränderungen und keine Entwicklung  geben.

In vielen Ländern Asiens und Afrikas kann es ein Todesurteil sein, als Mädchen geboren zu werden. So werden Mädchen schlechter ernährt, erhalten seltener medizinische Hilfe als Jungen und dürfen oft nicht zur Schule gehen. Weil Mädchen oft als „wertlos“ gelten, werden weibliche Föten gezielt abgetrieben. In Ländern wie China oder Indien haben vorgeburtliche Diagnosetechniken und Abtreibungen dazu geführt, dass das demographische Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen verzerrt ist. In Indien kommen auf 1000 Jungen nur 927 Mädchen; in China sogar unter 900!

Millionen Mädchen werden im Kindesalter verheiratet – oft gegen ihren eigenen Willen. Jährlich bekommen 14 Millionen Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren ein Kind. Viele Frauen können bis heute nicht einmal darüber bestimmen, wann sie das Haus verlassen, medizinische Hilfe für sich und ihr Kind in Anspruch nehmen oder wie viel sie für Nahrung ausgeben dürfen.

 

Projekt „Schulen für Afrika“

 

Bildung für jedes Kind ! „Mein Traum ist: Jedes Kind in Afrika geht zur Schule, sagt Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela. Mit der Aktion „Schulen für Afrika“ setzt sich UNICEF dafür ein, der Verwirklichung dieses Traums ein Stück näher zu kommen. Zwei Jahre nach dem Start sind Erfolge sichtbar.

Den Traum bis 2015 jedes Kind eine Schulbildung zu ermöglichen ist besonders für den afrikanischen Kontinent noch weite weg  in Erfüllung zu gehen.  Südlich der Sahara geht nach wie vor fast jedes zweite  Kind nicht in die Schule. Die UNICEF Kampagne „Schulen für Afrika“ zeigt, dass es möglich ist auch den ärmsten Kindern mit einfachen Mitteln Bildungschancen zu beben.

Hunderttausende Kinder in sechs Ländern südlich der Sahara profitieren schon davon. So half UNICEF in den ersten zwei Jahren seit dem Start der Initiative allein in diesen Ländern, rund 360 Schulen neu zu bauen oder in Stand zu setzen. An weiteren 474 Schulen sorgte UNICEF für einen Trinkwasseranschluss, richtete Latrinen und Waschgelegenheiten ein. Ein halbe Million Kinder haben so endlich ein gutes Lernumfeld. Viele der neuen Schulen, vor allem in Angola, bestehen aus nur drei Klassenzimmern. Doch auch diese einfachen Schulen bieten genug Platz für die Kinder eines kleineren Dorfes – zumal der Unterricht meist in zwei Schichten stattfindet.

Im dicht besiedelten Ruanda hat UNICEF auch den Bau größerer Grundschulen unterstützt, sie werden von bis zu 1000 Schülern besucht. Einige stattete UNICEF zusätzlich mit einem Sportplatz aus. „"Ich habe mit meinen eigenen Augen gesehen, wie die Kinder in den neuen Schulen lernen – es gibt nichts schöneres !“Zudem konnte UNICEF 24.000 Lehrern eine Fortbildung ermöglichen.

 

Projekt “Kinder und AIDS“

 

Zu langsame Fortschritte!

Ein Jahr nach dem Start der weltweiten UNICEF Kampagne „Du und ich gegen AIDS“ gibt es Fortschritte bei der AIDS – Prävention und bei der Behandlung infizierter Kinder – doch noch immer warten zu viele Kinder auf medizinische und soziale Betreuung.

Viren hemmende Medikamente, die auch für Kinder geeignet sind, sind im Laufe des vergangenen Jahres deutlich billiger geworden. Dadurch wird es einfacher, Kinder in armen Ländern mit den Präparaten zu versorgen. In zahlreichen Entwicklungsländern, in denen das HI-Virus stark verbreitet ist, wird inzwischen auch mehr getan, um Kinder durch die Beratung und medizinische Versorgung von Schwangeren schon der Geburt vor dem tödlichen Virus zu schützen und die Aufklärung zu verstärken.

Trotzdem kommt der Fortschritt für Hunderttausende betroffene Kinder zu langsam voran. Allein im Jahr 2006 haben sich nach Schätzungen von UNICEF weitere  530 000 Mädchen und Jungen mit der Immunschwächekrankheit  AIDS angesteckt. Jede Minute stirbt ein Kind an AIDS und fünf junge Menschen infizieren sich mit HIV.

 

Trotz der Erfolge die UNICEF und auch andere Organisationen ereicht haben, gibt es noch viel zu tun. 

Also Unterstutz und Hilft den Menschen die da draußen sind! 

Es liegt in unserer Verantwortung!

Euer

Hardy Krüger Jun

 

 

 

 

 

 

 
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